Xian Terrakotta-Armee

Entdeckt im Jahr 1974 von einer Gruppe von den Bauern, die einen Brunnen gruben, hat die Terrakotta- Armee die Welt mit ihrer Kunst und schieren Zahl verblüfft. Kein Besucher lässt sich dieses „achte“ Weltwunder bei seiner Xianreise entgehen. 

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Die Terrakotta-Armee wurde errichtet, um das Grab des Kaisers Qin Shi Huangzu schützen, der die Qin-Dynastie gegründet und China vereinigt hat. Inzwischen ist die gesamte Anlage ein riesiges Museum. Das Terrakotta-Armee Museum besteht aus vier bisher noch nicht vollständig ausgegrabenen Gruben.
Die große Besonderheit der Terrakotta-Armee in Xian sind die Statuen in Lebensgröße, wobei keine der anderen gleicht. Jedes Gesicht ist anders und auch die Kleidung und Frisuren haben eigene Merkmale. Es wurden Bogenschützen, Lanzenträger, Infanteristen, Wagenlenker und Generäle ausgegraben. Jeder Soldat trägt eine echte Waffe aus Bronze. Die Wagenlenker hatten funktionsfähige hölzerne Wagen, die von Terrakotta-Pferden gezogen werden. Jede Figur wurde bemalt, was ihnen das Aussehen echter lebender Menschen verlieh. Bisher sind mehr als 700 Krieger, 100 Wagen und 400 Pferde aus den vier Gruben geborgen worden.

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In früheren Zeiten ist das mit Holz abgestützte Dach über den Soldaten eingebrochen und hat die Armeen darunter begraben. Aus diesem Grund wurde kein Soldat unbeschädigt gefunden. Die vollständigen Krieger, die heute wieder zu sehen sind, wurden aus Hunderten oder gar Tausenden Fragmenten rekonstruiert. Die Grabungen sind extrem zeitaufwendig. Jeder Soldat ist mit hellen Farben bedeckt. Sobald er freigelegt wird, beginnt die Terrakotta zu trocknen, die Farbe blättert ab und geht für immer verloren. Deshalb hat die chinesische Regierung zunächst die Ausgrabungen unterbrochen, bis ein Mittel zur Erhaltung der Farbe entwickelt wird.

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In der Nähe des Mausoleums des Kaisers Qin Shihuang sind Zwei kleine Bronze-Wagen ausgegraben worden. Es handelt sich um relativ große Kopien der kaiserlichen Wagen, in die jedes Detail übertragen worden ist. Sämtliche Waffen und persönlichen Zierden wurden wiedergegeben. Es existiert sogar eine Schachtel mit kleinen Pfeilen, die von der Mini-Armbrust abgeschossen werden könnten. In dem Gebäude, in dem diese Bronze-Wagen gezeigt werden, wurden auch die Wagen der Terrakotta-Armee entdeckt. Sie waren aus Holz und Bronze gefertigt. Während die Holzteile bereits vor langer Zeit verrotteten, sind die Bronzeteile noch erhalten und weisen eine erstaunlich detailgetreue Verarbeitung auf.
Es ist wirklich erstaunlich, mit welch primitiven Werkzeugen solche Kunstwerke entstehen konnten, um ein Grab zu bewachen. Im Jahr 1987 ist dieser archäologische Schatz in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen worden.